7. November 2019

FRIWO nach neun Monaten 2019 weiterhin im Zeichen der strategischen Transformation

• Konzernumsatz und -ergebnis nach drei Quartalen deutlich unter den Vorjahreswerten
• Transformation zum Anbieter digital steuerbarer Antriebslösungen schreitet voran
• Weiterhin dynamisches Wachstum im Bereich E-Mobilität

Ostbevern, 7. November 2019 – Die FRIWO AG hat auch im dritten Quartal 2019 eine verhaltene Geschäftsentwicklung verzeichnet, so dass sich der rückläufige Trend bei Konzernumsatz und -ergebnis aus dem ersten Halbjahr fortsetzte. Insgesamt stand das operative Geschäft des Herstellers von Ladegeräten, Stromversorgungen, Akkupacks und LED-Treibern in den ersten neun Monaten im Zeichen der mit zusätzlichen Aufwendungen verbundenen strategischen Transformation zum Systemanbieter für digital steuerbare Stromversorgungs- und Antriebslösungen.

  • Der Konzernumsatz erreichte von Januar bis September dieses Jahres 72,5 Mio. Euro, ein Rückgang von 16,5 Prozent gegenüber dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum (86,9 Mio. Euro). Währungsbereinigt, also auf Basis gleicher Vorjahreskurse, lag der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen bei 74,7 Mio. Euro. Bei dem Erlösrückgang wirkte sich der spätere Anlauf von Neuprojekten aus. Dieser ist zum einen auf kundenseitige Verschiebungen von Aufträgen zurückzuführen. Zum anderen konnten die Entwicklungskapazitäten von FRIWO bis ins laufende Jahr hinein als Folge von weltweiten Lieferengpässen bei elektronischen Bauteilen nicht vollumfänglich für diese Projekte genutzt werden.
    • Weiterhin dynamisch entwickelte sich der Zielmarkt E-Mobilität mit einem Umsatzwachstum von deutlich mehr als 20 Prozent in den ersten neun Monaten.
    • Dagegen verzeichnete der Bereich Werkzeuge und Gartengeräte einen deutlichen Erlösrückgang, nicht zuletzt aufgrund hoher Lagerbestände der Kunden als Folge des sehr heißen Sommers.
    • Auch der Umsatz im vergleichsweise margenschwachen Bereich Konsumelektronik war strategiekonform weiter rückläufig.



  • Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich nach neun Monaten auf -3,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: +3,7 Mio. Euro). Darin spiegelt sich der Umsatzrückgang wider, der nur zu einem kleinen Teil durch Kostenreduzierungen an den eigenen Produktionsstandorten aufgefangen werden konnte.
  • FRIWO schloss die ersten neun Monate mit einem Ergebnis nach Steuern von -4,1 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: +2,2 Mio. Euro).
  • Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 30. September 2019 weltweit 1.768 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind 119 Personen weniger als zum Jahresende 2018 (1.887), da die Mitarbeiteranzahl am Standort Vietnam an die reduzierte Auftragslage angepasst wurde.



Positive Resonanz auf innovative Systemlösungen

Nach der bereits im ersten Halbjahr abgeschlossenen Integration der Ende 2018 erworbenen Emerge-Engineering GmbH hat FRIWO die Entwicklung innovativer Gesamtpakete von Hard- und Software für digital steuerbare Antriebslösungen vorangetrieben. FRIWO sieht in diesen Systemlösungen nach wie vor vielfältige Einsatzmöglichkeiten für alle Zielgruppen und damit ein erhebliches Zukunftspotenzial. Die Resonanz von bestehenden und potenziellen Kunden auf die Produktoffensive ist weiterhin sehr positiv und lässt für das Jahr 2020 erstmals einen spürbaren Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus dem Systemgeschäft erwarten.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2019

Ein verändertes Bestellverhalten einiger Kunden sowie die weitere Umsetzung der Transformation hin zu integrierten Systemlösungen sind unverändert Herausforderungen für den FRIWO-Konzern. Die stetige Verbesserung der Produktionsstrukturen und ein straffes Kostenmanagement sind vor diesem Hintergrund unabdingbar.

Nach dem insgesamt unter den Erwartungen liegenden Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten blickt der Vorstand verhalten optimistisch auf das vierte Quartal. Für das Gesamtjahr 2019 geht er von einem Konzernumsatz am unteren Ende der zuletzt kommunizierten Zielspanne von 103 bis 107 Mio. Euro aus. Beim EBIT hält der Vorstand weiterhin einen Wert in der Spanne von 0 bis -2,0 Mio. Euro für erreichbar. Diese Prognosen unterstellen, dass keine unvorhergesehenen Ereignisse von wesentlicher Tragweite für den Konzern eintreten.

Insgesamt bleibt 2019 für FRIWO ein Jahr des Übergangs zu einem wieder nachhaltigen Wachstumspfad.

Kontakt:
FRIWO AG - Britta Wolff - Investor Relations
Tel.: +49 (0) 2532 / 81-118


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