9. August 2018

FRIWO mit einem herausfordernden ersten Halbjahr 2018

• Konzernumsatz und -ergebnis des Power-Supply-Anbieters durch Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen und kundenseitige Planänderungen beeinträchtigt
• Konzernumsatz nach sechs Monaten bei 61,9 Mio. Euro (-17,7 Prozent)
• Erwartungen an das Gesamtjahr nach Prognosekorrektur vom 11. Juli unverändert
• CEO Rolf Schwirz: "Entwicklung im ersten Halbjahr kann uns nicht zufriedenstellen"

Ostbevern, 9. August 2018 – Die FRIWO AG blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr 2018 zurück, in dem die Umsatz- und Ergebnisentwicklung unter den Erwartungen des Vorstands blieb. Grund sind in erster Linie zunehmende Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen, die zur Verzögerung bei der Abarbeitung von Aufträgen und zu entsprechenden Mehrkosten führten. Darüber hinaus stornierten oder verschoben mehrere Kunden kurzfristig Projekte. Der Vorstand des Herstellers hochwertiger Ladegeräte, Stromversorgungen, Akkupacks und LED-Treiber hatte vor diesem Hintergrund bereits am 11. Juli in einer Börsenpflichtmitteilung die Erwartungen an das Gesamtjahr 2018 angepasst.

Wesentliche Konzern-Kennzahlen erstes Halbjahr 2018

•    Der Umsatz erreichte von Januar bis Juni 61,9 Mio. Euro und blieb damit um 17,7 Prozent unter dem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum (75,2 Mio. Euro). Gegen den Trend erreichte der Bereich E-Mobilität dagegen ein Umsatzplus von 17,1 Prozent.
•    Der Auftragsbestand lag zur Jahresmitte 2018 um 28,4 Prozent unter dem Wert am gleichen Stichtag des Vorjahres.
•    Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 2,1 Mio. Euro nach 5,4 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2017. Es wurde außer durch den  Umsatzrückgang auch durch Mehraufwendungen belastet, etwa für die Schließung der Entwicklungsabteilung in China und den derzeit laufenden Aufbau einer entsprechenden Einheit in Vietnam.
•    Die EBIT-Rendite (bezogen auf den Umsatz) nahm von 7,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 3,3 Prozent ab.
•    Der Gewinn nach Steuern belief sich im ersten Halbjahr auf 1,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 3,9 Mio. Euro).

Mitarbeiterentwicklung

Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2018 weltweit 1.791 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2017: 1.943). Der Stellenabbau resultierte im Wesentlichen aus der Anpassung der Mitarbeiteranzahl im Werk in Vietnam  an die Auftragslage. Die Belegschaftsstärke in Deutschland blieb mit 263 Personen im Stichtagsvergleich dagegen unverändert.

Rolf Schwirz, Vorstandsvorsitzender (CEO) der FRIWO AG: "Die Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang im ersten Halbjahr kann uns nicht zufriedenstellen. Sie zeigt ganz klar, dass wir die technologischen Stärken und Mehrwerte von FRIWO gezielter und konsequenter bei Bestands- und Neukunden nutzen müssen. Dazu haben wir im bisherigen Jahresverlauf zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht oder bereits umgesetzt. Ganz oben steht dabei die Neuordnung unserer Vertriebsorganisation, um mehr Schlagkraft in den Märkten zu haben, und die Ausweitung des Produkt- und Leistungsspektrums von FRIWO. Ladegeräte, Akkus und Stromversorgungen bleiben weltweit ein langfristiger Wachstumsmarkt, dessen Potentiale wir noch viel stärker nutzen können als bisher."

Ausblick auf das Gesamtjahr 2018

Die zum Ende des zweiten Quartals verstärkt aufgetretenen Lieferengpässe werden vor allem auch in den kommenden Monaten zu Verzögerungen bei der Auftragsbearbeitung und zu Mehrkosten führen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Entwicklung im ersten Halbjahr bestätigt der Vorstand die am 11. Juli 2018 bekanntgegebene, revidierte Prognose für das Gesamtjahr 2018. FRIWO geht von einem Konzernumsatz in der Größenordnung von 125 Mio. Euro aus (2017: 141,3 Mio. Euro). Beim Konzern-EBIT wird ein Wert zwischen 6,5 Mio. Euro und 7,5 Mio. Euro erwartet (2017: 10,0 Mio. Euro).

Kontakt:
FRIWO AG Britta Wolff Investor Relations
Tel.: +49 (0) 2532 / 81-118


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