9. Dezember 2019

Ad hoc-Mitteilung nach § 17 MMVO: FRIWO beschließt Transformationsprogramm für Wachstum und Profitabilität und passt Prognosen für 2019 aufgrund hoher Sonderbelastungen an

FRIWO AG: WKN 620 110; ISIN: DE 0006201106 Stichworte: Prognoseänderung, Restrukturierung

Ostbevern, 9. Dezember 2019, 17.03 Uhr – Der Vorstand der FRIWO AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats und unter heute erfolgreich abgeschlossener Abstimmung mit den finanzierenden Banken ein Programm zur Transformation der FRIWO Gruppe beschlossen. Das bis Ende 2021 laufende Programm sieht vor, das Unternehmen in dem globalen und wettbewerbsintensiven Umfeld für die Produktion von Power Supply-Lösungen und Ladetechnik sowie von digitalen Antriebssteuerungen elektrischer Systeme nachhaltig auf Wachstum und Profitabilität auszurichten. Geplant ist, wesentliche Teile der Produkte, die bisher am Stammsitz Ostbevern und von Auftragsfertigern in Polen hergestellt werden, in das FRIWO-Werk nahe Ho Chi Minh Stadt in Vietnam zu verlagern. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Overhead-Strukturen in Deutschland deutlich zu straffen. Weitere wesentliche Maßnahmen haben Prozess- und Qualitätsverbesserungen, vor allem bei F+E, Vertrieb und Auftragsabwicklung, zum Ziel. Die geplanten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sollen ab 2022 zu einer nachhaltigen Verbesserung des Konzern-EBIT um rund 8 Mio. Euro/Jahr führen.  

Der Umbau führt am Standort Ostbevern bis Ende 2021 zur Reduktion der Belegschaft
(FTE) um rund 120 auf dann ca. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Infolge der Rückstellungen für den Personalabbau und für sonstige Reorganisationsaufwendungen (rund 9 Mio. Euro), weiterer Einmalkosten (rund 3 Mio. Euro) und der unterplanmäßigen Geschäftsentwicklung erwartet der Vorstand für das Gesamtjahr 2019 einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 100 Mio. Euro, ein negatives EBIT von rund 15 Mio. Euro und einen entsprechenden Jahresverlust. Nach Abschluss der Transformation zielt FRIWO mit Hilfe der dann global wettbewerbsfähigen Kostenstruktur und innovativer Produkte auf einen wachsenden Konzernumsatz und eine EBIT-Marge im höheren einstelligen Prozentbereich, die sowohl weitere Wachstumsschritte als auch Dividendenzahlungen ermöglicht.

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